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	<title>Kommentare zu: Zwecklos</title>
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	<description>Gedanken. Erinnerungen. Konstrukte. - Erzählungen, Experimente, Ergebnisse eines fraktalen Zeitalters.</description>
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		<title>Von: Svensk Less Jess Ka</title>
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		<dc:creator>Svensk Less Jess Ka</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Sep 2008 12:12:25 +0000</pubDate>
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		<description>Vielleicht ist es eine gute Idee, mit dem Kopf gegen die Wand zu laufen. Immer und immer wieder. Die meisten Menschen halten das natürlich für dumm und naiv, was ich durchaus verstehen kann. Denn es scheint von Grund auf eine destruktive Idee zu sein, die uns selbst mehr schaden zufügt als der Wand, welche es zu bekämpfen gilt. Außerdem werden wir die Wand mit einer so simplen Methode auch nicht ins Schwanken oder gar zu Fall bringen. Doch trotzdem habe ich das Gefühl es könnte eine gute Idee sein. 

Obwohl es zwecklos zu sein scheint, wenn mein Kopf gegen die unerschütterliche und übermächtige Wand knallt, ist es nicht so, dass sich dadurch nichts ändern würde. Ich werde sicher ein paar blaue Flecken bekommen und Blutflecken auf der Wand hinterlassen. Wenn ich schon vor der Wand stehen muss, dann will ich doch wenigstens Spuren hinterlassen. Einen Schmerzensschrei ausstoßen, auch wenn ihn niemand hört. Machen diese Flecken die Wand nun noch größer oder doch kleiner? Weniger bombastisch und beeindruckend? Oder gar noch beängstigender? Doch das ist im Grunde nicht einmal die wesentlichste Veränderung, die ich bewirken würde. Im Prinzip geht es weniger darum was mein Kopf der Wand antut als darum was die Wand meinem Kopf antut. Ich will nicht einfach vor dieser Wand stehen bleiben oder an ihr vorübergehen oder gar so tun als würde ich durch sie hindurchgehen. Spuren auf der Wand zu hinterlassen ist die eine Sache. Da könnte ich auch einfach meine Stifte herausholen und Worte auf die Wand schreiben. Oder ein kleines Messer nehmen und die Wand an einigen Stellen zerkratzen. Doch im Grunde will ich mehr als nur eine Spur zu hinterlassen auf dieser, meiner eigenen Mauer. In letzter Konsequenz will ich vielleicht sogar an ihr zerschellen. Zumindest ein Teil von mir zerschellt, wenn ich meinen Kopf gegen die Wand schmettere. Und der Kopf ist ja kein unwesentlicher Teil meiner selbst. Mein Kopf wird bluten und die Wunden werden niemals verheilen. 
Es geht nicht darum, dass andere Menschen die Narben sehen sollen. Die meisten Menschen übersehen derartige Narben wie sie auch die Wand selbst übersehen. Es verändert nun einmal doch etwas wenn mein Kopf auf die Wand trifft. Und wenn diese Tat die Wand vielleicht auch nicht verändert, so verändert sie doch immerhin meinen Kopf.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht ist es eine gute Idee, mit dem Kopf gegen die Wand zu laufen. Immer und immer wieder. Die meisten Menschen halten das natürlich für dumm und naiv, was ich durchaus verstehen kann. Denn es scheint von Grund auf eine destruktive Idee zu sein, die uns selbst mehr schaden zufügt als der Wand, welche es zu bekämpfen gilt. Außerdem werden wir die Wand mit einer so simplen Methode auch nicht ins Schwanken oder gar zu Fall bringen. Doch trotzdem habe ich das Gefühl es könnte eine gute Idee sein. </p>
<p>Obwohl es zwecklos zu sein scheint, wenn mein Kopf gegen die unerschütterliche und übermächtige Wand knallt, ist es nicht so, dass sich dadurch nichts ändern würde. Ich werde sicher ein paar blaue Flecken bekommen und Blutflecken auf der Wand hinterlassen. Wenn ich schon vor der Wand stehen muss, dann will ich doch wenigstens Spuren hinterlassen. Einen Schmerzensschrei ausstoßen, auch wenn ihn niemand hört. Machen diese Flecken die Wand nun noch größer oder doch kleiner? Weniger bombastisch und beeindruckend? Oder gar noch beängstigender? Doch das ist im Grunde nicht einmal die wesentlichste Veränderung, die ich bewirken würde. Im Prinzip geht es weniger darum was mein Kopf der Wand antut als darum was die Wand meinem Kopf antut. Ich will nicht einfach vor dieser Wand stehen bleiben oder an ihr vorübergehen oder gar so tun als würde ich durch sie hindurchgehen. Spuren auf der Wand zu hinterlassen ist die eine Sache. Da könnte ich auch einfach meine Stifte herausholen und Worte auf die Wand schreiben. Oder ein kleines Messer nehmen und die Wand an einigen Stellen zerkratzen. Doch im Grunde will ich mehr als nur eine Spur zu hinterlassen auf dieser, meiner eigenen Mauer. In letzter Konsequenz will ich vielleicht sogar an ihr zerschellen. Zumindest ein Teil von mir zerschellt, wenn ich meinen Kopf gegen die Wand schmettere. Und der Kopf ist ja kein unwesentlicher Teil meiner selbst. Mein Kopf wird bluten und die Wunden werden niemals verheilen.<br />
Es geht nicht darum, dass andere Menschen die Narben sehen sollen. Die meisten Menschen übersehen derartige Narben wie sie auch die Wand selbst übersehen. Es verändert nun einmal doch etwas wenn mein Kopf auf die Wand trifft. Und wenn diese Tat die Wand vielleicht auch nicht verändert, so verändert sie doch immerhin meinen Kopf.</p>
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