{"id":317,"date":"2009-04-22T12:44:30","date_gmt":"2009-04-22T10:44:30","guid":{"rendered":"http:\/\/badindicator.de\/blog\/?p=317"},"modified":"2009-05-07T16:06:57","modified_gmt":"2009-05-07T14:06:57","slug":"vater-und-mutter","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/badindicator.de\/blog\/2009\/04\/22\/vater-und-mutter\/","title":{"rendered":"Vater und Mutter"},"content":{"rendered":"<p>Sie bemerkten das Klopfen nur, weil der Sturm eine kleine Pause einlegte, der das kleine Haus schon seit Stunden sch\u00fcttelte und immer wieder bedrohlich laut aufst\u00f6hnen lie\u00df. Und zun\u00e4chst hielten sie das Ger\u00e4usch auch f\u00fcr eine T\u00e4uschung, oder f\u00fcr Einbildung; als sie es aber erneut h\u00f6rten, leise, aber deutlich, stand der Vater doch von dem Stuhl auf, auf dem er in der kerzenerleuchtenden Stube hockte, und ging langsam zur T\u00fcre. Besucher kamen selten, erst recht in dieser l\u00e4ngsten Nacht des Jahres, die hier oben im Norden doch fast drei Tage andauerte, und so verrieten seine langsamen Schritte\u00a0 auch ein gewisses Misstrauen.<br \/>\nAls er die T\u00fcr schlie\u00dflich einen Spalt \u00f6ffnete, schlug der Sturm einmal mehr zu und hob das schwere Holz fast aus den Angeln: Mit M\u00fche hielt der Vater die Lade fest und erblickte in dem Schneetreiben, das in die warme H\u00fctte hineindr\u00e4ngte, die k\u00fcmmerliche Gestalt, die f\u00fcr das Klopfen verantwortlich gewesen sein musste, fast nackt auf der T\u00fcrschwelle liegen, Arme und Beine fast schon im Schnee begraben.<br \/>\nAls sie es hineinbrachten, waren sie sich sicher, dass das Kind im Sterben lag. Eiskalt war es, und seine Lippen waren blau, schienen fast gefroren zu sein. Die Mutter weinte; der Vater herrschte sie an, mehr um sie zu beruhigen, trug den Knaben in die Stube und lie\u00df sie die beiden Kinder, die \u00e4ngstlich in ihren Ecken kauerten, in ihre Betten bringen: sie sollten den beinahe toten Jungen nicht sehen. Er legte den Knaben auf dem gro\u00dfen Sessel ab, auf dem er zuvor gesessen hatte, und zog eine Decke hinter dem lodernden Ofen hervor, um sie \u00fcber ihn zu legen. Einen Moment lang betrachtete er den Jungen, sprach ihn mehrmals an; die Augen des Knaben waren ge\u00f6ffnet, aber er schien nicht bei Sinnen zu sein. Der Vater horchte an seiner Brust: Der Atem war flach, aber regelm\u00e4\u00dfig, als w\u00fcrde der Junge schlafen.<br \/>\nDie Mutter, die die Kinder unter hastigen, aber liebevollen Worten in ihre Betten gebracht hatte, kehrte mit einigen hei\u00dfen T\u00fcchern und dem gro\u00dfen Wasserkessel zur\u00fcck. Ihr Mann blickte sie pr\u00fcfend an, dann verlie\u00df er den Raum, um die T\u00fcr zu schlie\u00dfen, die immer noch den kalten Sturmwind hineinlie\u00df. Kurz sah er nach drau\u00dfen, doch er sah niemanden, keine Menschenseele, die mit dem Kind durch die Nacht gewandert war. Nicht einmal die Fu\u00dfspuren des Jungen konnte er sehen, der Schnee hatte sie wieder bedeckt.<br \/>\nAls er in die Stube zur\u00fcckkehrte, wickelte die Mutter den Knaben leise weinend in die hei\u00dfen T\u00fccher. Der Kessel mit dem Wasser hing bereits \u00fcber dem Ofen. Der Mann strich der Mutter sanft \u00fcber den Kopf, deutete ihr, sich zu beruhigen. Sie setzten sich auf die Kante des Sessels; die Mutter strich dem Knaben stumm \u00fcber das Gesicht, das immer noch eiskalt war. Der Vater betrachtete die bl\u00e4uliche Gestalt; auch in seinem Gesicht stand eine tiefe Betroffenheit. Eine halbe Stunde sa\u00dfen sie dort so; einmal stand der Vater auf, um etwas Holz nachzulegen, ein weiteres Mal, um eine neue Kerze anzuz\u00fcnden, und viele Male horchten sie an der Brust des Jungen. Aber sein Atem blieb, wenn er auch unter dem Ger\u00e4usch des Sturmes schwer zu h\u00f6ren, regelm\u00e4\u00dfg; er starb nicht. Im warmen Licht der Kerzen schien sogar sein Gesicht langsam wieder etwas Farbe anzunehmen. Schlie\u00dflich h\u00f6rten sie, zun\u00e4chst vom Wind verschluckt, sein leises Wimmern. Inzwischen war das Wasser in dem Kessel hei\u00df genug geworden, um den Knaben mit weiteren Wickeln zu versorgen; die gro\u00dfe Tonne, in der die Familie im Sommer badete, stand drau\u00dfen und war sicher schneegef\u00fcllt, so dass sie den Junge nicht baden konnten. Als die Mutter ihm ein neues, hei\u00dfes Tuch auf die Stirn legte, st\u00f6hnte er leise, und seine Augen bewegten sich f\u00fcr einen Moment, ohne eine bestimmte Richtung zu suchen. Wieder sprach der Vater den Jungen an, t\u00e4tschelte seine Wangen, einmal, zweimal. Es dauerte einige Minuten, bis sein Blick das Gesicht des Vaters festhalten konnte; immer wieder fragte ihn der Vater, was geschehen sei, wo er herkomme, wie sein Name sei.<br \/>\nAls die Lippen des Jungen sich schlie\u00dflich bewegten, hatte der Wind gerade nachgelassen; andernfalls h\u00e4tten sie seine d\u00fcnnliche, fast brechende Stimme kaum h\u00f6ren k\u00f6nnen. Seine Augen hielten sich, beinahe wie im Krampf, an dem Vater fest; kein einziges Mal sah er die Mutter an. <em>Sonne<\/em>, sagte er leise und immer wieder, <em>Sonne, Sonne, Sonne<\/em>. Sein Retter glaubte wohl, er sei noch im Traume oder im Wahn, und gab ihm einen leichten Klaps auf die Wange: seine Frau griff augenblicklich nach der gro\u00dfen, groben Hand und sah ihn fest und b\u00f6se an.<br \/>\nDoch der Klaps schien das Kind wirklich geweckt zu haben: es blickte sich um, bewegte sogar den Kopf, um das Innere des kleinen Raums in Augenschein zu nehmen. Lange blickte es in das Feuer, das in der Ecke des Zimmers brannte: seine Augen leuchteten, als es hineinsah, und f\u00fcr einen Moment sah man nicht, ob es die Augen selbst waren oder doch nur die Spiegelung des Feuers. Noch einmal stellte der Vater seine Fragen; das Kind wand ihm den Kopf zu, dachte wohl einige Momente \u00fcber die richtigen Antworten nach. <em>Ich lief<\/em>, sagte es schlie\u00dflich, <em>wo ist meine Mutter, wo ist meine Mutter?<\/em> Es wiederholte seine Frage, seine Stimme wurde leiser, und schlie\u00dflich wurde sie wieder zu dem leisen Wimmern.<br \/>\nDer Vater versuchte, es zu beruhigen, erkl\u00e4rte ihm, dass sie seine Mutter sicher finden w\u00fcrden, fragte es wieder, woher es k\u00e4me, woher er denn in dieser langen Nacht gekommen sei, nur solle es sich doch beruhigen, es sei hier erst einmal in Sicherheit. Der Knabe versuchte, sich aufzurichten, bis die Hand der Vaters es daran hinderte. Mit unruhigem Blick sah es die beiden an,<em> sie wussten doch nichts davon, sie wussten es doch nicht, <\/em>stammelte es schlie\u00dflich, versuchte sich wieder aufzurichten, begann beinahe gegen den leichten Druck zu k\u00e4mpfen, mit dem der Vater seinen Oberk\u00f6rper auf dem Sessel hielt, bis die Mutter es leise ansprach und ihm deutete, dass jetzt alles gut sei. F\u00fcr einen Moment sah der Junge die Mutter ganz starr an, als ob er sie zu erkennen versuchte, dann begann er zu krampfen; das Kind sch\u00fcttelte sich, die kleinen Arme und Beine bewegten sich hektisch und unkontrolliert, und der Vater brauchte viel Kraft, um es auf dem Sessel zu halten. Drau\u00dfen heulte und brauste der Sturm wieder auf, lie\u00df die kleine, vom Schnee fast blinde Scheibe, durch die man im Sommer den nahen See sehen konnte, schwer in ihrem Rahmen zittern. Die Mutter kreischte auf, aber das ging im Ger\u00e4usch des Windes unter, w\u00e4hrend der Vater weiter mit dem zuckenden K\u00f6rper k\u00e4mpfte. Mehr aus Hilflosigkeit schrie er sie an, das Riechsalz aus der K\u00fcche zu holen, und sie sprang auf um es zu holen, w\u00e4hrend die W\u00e4nde des kleinen Hauses sich merklich bewegten, unter einem gr\u00e4sslichen \u00c4chzen hin und her schwankten. Als sie zur\u00fcckkam, schien sich der Krampf schon ein wenig gelegt zu haben; zu ihrer Beruhigung wurde auf der Sturm wieder etwas leiser, schickte nur noch schwache B\u00f6en gegen das Haus. Der Knabe zuckte noch von Zeit zu Zeit; aber offenbar war er wieder wach. Er starrte den Vater an, zun\u00e4chst feindselig, dann \u00e4ngstlich, schlie\u00dflich wurde sein Ausdruck wieder freundlich, als w\u00e4re er aus einem Traum erwacht. Entsetzt von dem Geschehenen hielt der Vater ihn nur fest, so vorsichtig und sanft er es eben konnte; dann sprach der Junge wieder.<em> Der Vater war der, der die Dunkelheit bringt und den Schnee; aber ich bin nicht sein Kind. Die Mutter war die, die das Licht bringt und alles Warme; aber ich bin nicht ihr Kind. <\/em>Als sie die Worte h\u00f6rte, legte die Mutter ihr Gesicht tief in Falten; ihr Mann griff nach ihrer Hand, um sie beruhigen. Der Knabe h\u00e4tte wohl weiter gesprochen, ohne dass die beiden im Raum etwas verstanden h\u00e4tten, wenn ihn nicht ein weiterer Krampf\u00a0 gesch\u00fcttelt h\u00e4tte; wieder nahm der Sturm an St\u00e4rke zu, doch diesmal wurde er von den Ger\u00e4uschen \u00fcbert\u00f6nt, die von dem Jungen aufstiegen, einem W\u00fcrgen und Spucken tief in der Kehle, lauter, als man es bei einem solch kleinen K\u00f6rper glauben w\u00fcrde. Ohne ein Wort des Vaters griff die Mutter nach dem gro\u00dfen Eimer, der unter einem Schemel in der Stube stand, doch als sie dem Knaben das Gef\u00e4\u00df hinhalten konnte, hatte er schon gro\u00dfe Brocken klebrigen Schnees erbrochen. Fassungslos sahen die beiden \u00c4lteren zu, wie das Kind immer wieder unter dem Aufheulen des Sturms und einem qu\u00e4lend tiefen Laut des W\u00fcrgens Schneeballen herausbrachte; der Eimer war fast gef\u00fcllt, als es schlie\u00dflich ersch\u00f6pft in den Sessel zur\u00fcckfiel. Die beiden sagten nichts zu ihm; kein Wort der Beruhigung fiel ihnen ein. Sie sahen sich nicht einmal an. F\u00fcr einen Moment schloss der Knabe die Augen, schien sich zu entspannen. Schlie\u00dflich war es die Mutter, die den Knaben ansprach und nach der Geschichte fragte, die er zu erz\u00e4hlen begonnen hatte: ihre Stimme zitterte dabei. Zun\u00e4chst schien es, als h\u00e4tte er sie nicht geh\u00f6rt; doch dann antwortete der Knabe, ohne die Augen zu \u00f6ffnen.<em><br \/>\nMutter und Vater hatten drei Kinder; doch nur zwei kamen zur Welt, Bruder und Schwester. Doch man sagte es ihnen nicht; sie konnten es doch nicht wissen. Das Gesetz befahl es.<\/em><br \/>\nDer Vater deutete seiner Frau, nicht weiter nachzufragen, um das Kind mit seiner wirren Erz\u00e4hlung nicht weiter aufzuregen, aber das Kind sprach von alleine weiter, mit ruhiger, fast schl\u00e4friger Stimme.<br \/>\n<em>Die Tochter sollte im Reich der Mutter leben und nur dort; Der Sohn nur im Reich des Vaters und nur dort. Deshalb sind sie nach Norden gegangen, wo das Reich der Mutter und des Vaters l\u00e4nger w\u00e4hren. Sie wussten nicht davon; man sagte ihnen nicht, wessen Kinder sie waren. Das Gesetz befahl es. <\/em><br \/>\nDer Knabe \u00f6ffnete die Augen, griff nach der Hand der Mutter, die sich wieder auf den Sessel gesetzt hatte; ihr Gesicht war kreidebleich geworden, war sie sich doch sicher, dass der Junge sterben w\u00fcrde und nur noch im Wahn zu ihnen sprach. Einen Moment schien das Kind zu pr\u00fcfen, ob die Hand der Mutter warm genug war oder vielleicht, ob sie zu warm war, dann zog es die Mutter heran und legte die schlanke Hand auf die eigene Wange. Der Vater lockerte den Arm, mit dem er den Knaben auf dem Sessel gehalten hatte, und legte den anderen beschwichtigend auf die Schulter seiner Frau. Der Blick des Kindes verfinsterte sich schlagartig, und so etwas wie Hass blitzte urpl\u00f6tzlich darin auf; die Mutter deutete ihrem Mann mit der Schulter, den Arm zu entfernen: er tat es, doch es war schon zu sp\u00e4t; der Sturm donnerte, st\u00e4rker als jemals zuvor, gegen das kleine Haus, und trotz der gro\u00dfen Statur des Vaters hatte er dieses Mal gr\u00f6\u00dfte M\u00fche, den kr\u00e4ftigen kleinen K\u00f6rper zu b\u00e4ndigen. Ein Ruck hob das Dach merklich an, und weiter hinten im Haus schrien die Kinder, unter ihren Betten liegend, aber das h\u00f6rten die Eltern nicht. Sie sahen gebannt zu, wie der Knabe wieder Schnee erbrach, Schnee in solchen Mengen, dass sie einen zweiten Eimer holen musste. Schlie\u00dflich beruhigten sich die beiden, Sturm und Kind, wieder, und der Junge fiel ersch\u00f6pft zur\u00fcck auf sein Lager. Der Vater hielt den Oberk\u00f6rper des Jungen fest mit beiden Armen umklammert und lockerte seinen Griff nur wenig, als dieser wieder zu sprechen begann. Die Mutter strich dem Knaben sanft \u00fcber die Stirn und sah ihn zweifelnd, aber mitleidig an: Beide bem\u00fchten sich, einander nicht zu ber\u00fchren oder auch nur anzusehen.<br \/>\n<em>Sohn und Tochter aber trafen sich, nachdem sich ihre Eltern l\u00e4ngst f\u00fcr immer Lebewohl gesagt hatten. An zwei Tagen im Jahr konnten sie einander besuchen; sie wussten es doch nicht, das Gesetz hatte es bestimmt. Es war nicht ihre Schuld, dass man es ihnen nicht gesagt hatte. Bruder und Schwester erkannten sich nicht; wohl aber liebten sie einander. Bruder und Schwester bekamen einen Schandkind; des Gesetzes wegen bekam es keinen Namen und war nirgendwo zu Hause. Seiner Abstammung wegen kann es weder im Reich des Gro\u00dfvaters noch in dem der Gro\u00dfmutter leben; es lebt im Schnee und friert; es lebt in der Sonne und verbrennt.<br \/>\n<\/em>Als der Junge seinen Satz beendet hatte, wirkte er wieder v\u00f6llig klar. Er blickte kurz zu dem Vater, der ihn immer noch hielt, halb abwehrend, halb besch\u00fctzend, dann zu der Mutter, deren Hand immer noch \u00fcber seine Stirn strich. Die beiden sahen einander nicht an, sondern nur den Jungen; zu leicht h\u00e4tte ein weiterer Krampf das Haus zerst\u00f6ren k\u00f6nnen. Einige Minuten war alles still: nur das leiser gewordene Rauschen des Windes war zu h\u00f6ren. Schlie\u00dflich fragte die Mutter, halb \u00fcber die eigene Frage zweifelnd, halb \u00e4ngstlich, was man f\u00fcr das Kind aus der Geschichte tun k\u00f6nne.<br \/>\nDer Knabe schien nicht lange \u00fcberlegen zu m\u00fcssen; dennoch sah er die Mutter einige Minuten an, bevor er antwortete. Er schien in ihrem Gesicht etwas zu suchen, und als er es gefunden hatte, antwortete er schlie\u00dflich. <em>Das Kind leidet, es wird immer leiden; seine Abstammung ist unrein, und es wird nie einen Namen tragen. In der Dunkelheit friert und zittert es, und seine Eingeweide hassen die K\u00e4lte: In der Sonne aber wird seine Haut schwarz und d\u00fcnn: sein Fleisch verbrennt. Am Tag vermisst es den Vater, der ihn zeugte; in der Nacht aber vermisst es die Mutter, die ihm sein Halbleben schenkte.<br \/>\n<\/em>Der Knabe schaute die Mutter der beiden Kinder, die im Nebenzimmer unter ihren Betten lagen und wimmerten, streng an, als m\u00fcsste sie jetzt verstehen. So sa\u00dfen die drei dort einige Minuten und nichts geschah. Der Wind nahm wieder etwas zu, dann wieder etwas ab; die alten Dielen knarrten. Das Holz im Ofen knisterte.<br \/>\nSchlie\u00dflich stand der Vater ohne eine Wort auf. Das Paar sah sich nicht an, sie sprachen nicht. Der Vater stand nur auf, ging in das Hinterzimmer, in dem die Kinder inzwischen vor lauter Ersch\u00f6pfung unter den Betten liegend eingeschlafen waren, und schloss die T\u00fcr hinter sich.<br \/>\nDie Mutter dagegen deutete dem Junge, ein wenig auf die Seite zu r\u00fccken, und legte sich neben ihn: Der Knabe blieb stumm, aber in seinen Augen funkelte so etwas wie eine schl\u00e4frige Zufriedenheit.<br \/>\nAls der Vater einige Stunden sp\u00e4ter die ersten Sonnenstrahlen nach der langen Polarnacht sah, die durch die winzigen Ritzen in den Dielen schienen, ging er wieder hin\u00fcber in die Stube. Der Ofen war fast aus; ansonsten war alles so, wie es in der Nacht gewesen war. Auf dem gro\u00dfen Sessel fand er seine Frau vor, schlafend. Von dem Jungen war keine Spur geblieben. Nichts abgesehen von dem kalten Wasser in zwei Eimern.<\/p>\n<p><em><br \/>\n<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie bemerkten das Klopfen nur, weil der Sturm eine kleine Pause einlegte, der das kleine Haus schon seit Stunden sch\u00fcttelte und immer wieder bedrohlich laut aufst\u00f6hnen lie\u00df. 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