{"id":344,"date":"2010-02-07T03:15:39","date_gmt":"2010-02-07T02:15:39","guid":{"rendered":"http:\/\/badindicator.de\/blog\/?p=344"},"modified":"2010-02-09T01:47:36","modified_gmt":"2010-02-09T00:47:36","slug":"die-krankheit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/badindicator.de\/blog\/2010\/02\/07\/die-krankheit\/","title":{"rendered":"Die Krankheit"},"content":{"rendered":"<p>Der Bus der Linie 8 hielt um 15:03 Uhr am Klinikum. Zweimal schon hatte er auf die Notiz in seinem Mantel sehen m\u00fcssen, um sich wieder daran zu erinnern: best\u00e4ndig hielt er eine Karte des Arztes zwischen den Fingern, um die Zimmernummer nicht zu vergessen. Er fragte sich, ob es an der Aufregung lag oder ob es Teil der Krankheit war.<br \/>\nIn der Klinik angekommen brachte man ihn zu einem Wartezimmer. Nach wenigen Minuten kam eine Schwester mit undurchdringlicher Miene und f\u00fchrte ihn in einen Besprechungsraum: Der Arzt hatte schon begonnen zu reden, bevor er den Raum betreten hatte.<\/p>\n<p>&#8222;Ich muss ihnen leider mitteilen, dass die Krankheit noch nicht sehr gut erforscht ist; Es gibt nur wenige Hundert dokumentierte F\u00e4lle auf der Welt, und bisher gibt es nur eine verl\u00e4ssliche Untersuchung zu dem Thema. Ich muss gestehen, ich hatte selbst noch nie davon geh\u00f6rt, und wenn es da nicht einen sehr engagierten Assistenzarzt gegeben h\u00e4tte, der die Arbeit zuf\u00e4llig gelesen hatte, dann w\u00fcssten wir vermutlich nichts mit ihren Symptomen anzufangen. Ein amerikanischer Arzt &#8211; Bridge &#8211; hat vor zwei Jahren Patienten untersucht, die zun\u00e4chst unter den meisten der von ihnen beschriebenen Symptomen litten. Ich kann es ihnen nur sagen, wie es ist; Bridges Patienten sind alle tot. Sie starben innerhalb weniger Jahre nach Ausbruch der Krankheit, und man kann seine Arbeit leider auch kaum mehr nennen als eine Systematisierung der Symptome in ihrer zeitlichen Abfolge, also ein Phasenmodell. Es gibt keine weitere Forschung auf dem Gebiet, weder laufend noch abgeschlossen. Die Pathogenese liegt v\u00f6llig im Dunkeln, und keins der Pr\u00e4parate, die \u00fcblicherweise bei solchen Befunden verabreicht werden, hatte irgendeinen Einfluss auf Bridges&#8216; Patienten. Wir k\u00f6nnen und werden nat\u00fcrlich auch bei ihnen eine Reihe von Medikamenten und Therapien versuchen, aber momentan sieht es, so schwer das auszusprechen ist, sehr, sehr d\u00fcster aus. Ich kann ihnen auch kaum Hoffnungen auf eine Fehldiagnose machen. Die Blutmarker, die man dem Bridge-Syndrom zuordnet, sind eindeutig und in gro\u00dfer Zahl nachweisbar.&#8220;<\/p>\n<p>Er entschuldigte sich bei dem Arzt, der nur stumm nickte, verlie\u00df das Besprechungszimmer und ging einige Schritte hin\u00fcber in einen der Waschr\u00e4ume. Einige Sekunden dauerte es, bis er begriff, wie man die Armaturen bediente, dann floss das Wasser in ein silbriges Waschbecken. Er tauchte seine H\u00e4nde hinein und wusch sie ausgiebig; erst s\u00e4uberte er die linke Hand sorgf\u00e4ltig, dann die rechte. Als er fertig war, fand er nichts, um sie zu trocknen. Schlie\u00dflich rieb er sie an seiner Hose und dem Pullover. Als er sich zur T\u00fcr drehen wollte, sah er den gelben Schein hinter dem Milchglas: Die Sonne schien endlich wieder. Es w\u00fcrde warm werden. Er l\u00e4chelte still und fast ausdruckslos in sich hinein, dann ging er.<\/p>\n<p>&#8222;Das Phasenmodell ist relativ pr\u00e4zise. Es basiert auf einigen Dutzend Verl\u00e4ufen der Krankheit, und die leider \u00e4u\u00dferst starke \u00c4hnlichkeit zwischen diesen Abl\u00e4ufen motiviert Bridges Einteilung in vier Phasen; ich denke, \u00fcber die sollten wir jetzt doch sprechen, auch wenn das sehr unangenehm sein wird.<br \/>\nIn Phase Eins befinden sie sich, so wie wir das einsch\u00e4tzen, gerade jetzt: Sie ist vor allem gekennzeichnet durch eine Reihe von verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig leichten Symptomen, die noch relativ unspezifisch f\u00fcr das Bridge-Syndrom sind, so etwa Konzentrationsst\u00f6rungen &#8211; von diesen haben sie ja auch berichtet- aber auch kleinere St\u00f6rungen der Kurzzeitged\u00e4chtnisses sowie eine gewisse Mattigkeit. In den meisten F\u00e4llen wird das Bridge-Syndrom zu diesem Zeitpunkt noch nicht diagnostiziert, viele Patienten suchen nicht einmal einen Arzt auf. Wenn sie es doch tun, so kommt meist gar keine Diagnose zu Stande, bevor nicht Phase Zwei beginnt, oder aber es werden andere neurologische Erkrankungen angenommen, wie etwa Demenz oder Alzheimer. Insofern k\u00f6nnte es m\u00f6glicherweise von gro\u00dfer Bedeutung f\u00fcr ihre Therapie sein, dass wir das Bridge-Syndrom bei ihnen schon so fr\u00fch erkannt haben.&#8220;<\/p>\n<p>Er bedankte sich f\u00fcr die Offenheit des Arztes, der in mit seltsam stummen Augen ansah und w\u00e4hrend des Gespr\u00e4chs immer wieder seinen Blick gemieden hatte, und verabschiedete sich. Zun\u00e4chst hatte er die Ausf\u00fchrungen des Arztes f\u00fcr unpassend kalt gehalten, aber er verstand, dass auch dieser von der Situation betroffen war. Noch auf dem Weg aus dem Raum w\u00e4hlte er die Nummer seine Frau und erkl\u00e4rte ihr, was man ihm gesagt hatte; dann weinten beide, bis er schlie\u00dflich wortlos auflegte.<\/p>\n<p>Im Lift traf er wieder auf den Arzt mit den stummen Augen, der ihn knapp gr\u00fc\u00dfte.<br \/>\n&#8222;In Phase Zwei werden die St\u00f6rungen des Kurzzeitged\u00e4chtnisses schnell drastischer. Der Einfluss der St\u00f6rungen auf das Alltagsleben der Patienten wird schnell sehr gro\u00df. Einigen gelingt es zwar, den Alltag bis zum Eintritt von Phase Drei selbst zu bestreiten, aber Bridges&#8216; Ergebnissen nach beschleunigt dies den Verlauf der Krankheit. Insofern sollten wir dar\u00fcber nachdenken, sie aufzunehmen. Es gibt einige sehr charakteristische Symptome, die sich in Phase Zwei einstellen. So nehmen empathische Regungen der Patienten ab; ihr Interesse am Schicksal anderer nimmt ebenso ab wie das an ihrem eigenen. Das mag der Grund daf\u00fcr sein, dass das Bridge-Syndrom erst in den letzten Jahren als Krankheitsbild isoliert wurde. In vielen F\u00e4llen hat man diese Symptome einfach f\u00fcr eine Form von Akzeptanz gehalten, ganz im Sinne der g\u00e4ngigen psychologischen Trauermodelle. Bridge konnte durch neurologische Untersuchungen aber beweisen, dass es sich um eine tats\u00e4chliche Aktivit\u00e4tsabnahme in einigen Hirnbereichen handelt, die sich psychologisch nicht erkl\u00e4ren l\u00e4sst. Ebenso wird eine steigende Reiz- und Schmerzunempfindlichkeit beobachtet: Viele Patienten berichteten davon, dass sich bekannte Gegenst\u00e4nde oder Eindr\u00fccke pl\u00f6tzlich anders anf\u00fchlten, oder dass sie einige Dinge kaum wiedererkennen, ohne dass dies auf einen Erinnerungsverlust zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Es ist v\u00f6llig unklar, wie dies im Zusammenhang mit den anderen Symptomen steht oder ob es \u00fcberhaupt einen Zusammenhang gibt.&#8220;<\/p>\n<p>Der Arzt begleitete ihn bis in sein Zimmer, wo ein Pfleger schon wartete: er wurde gewaschen, man zog ihm ein Krankenhemd an. Schlie\u00dflich wurde er in ein Bett gelegt, von wo aus er aus dem Fenster sah, bis seine Frau ins Zimmer kam,<br \/>\n&#8222;Ich liebe dich.&#8220; sagte sie und l\u00e4chelte ihn an. Die Sonne stand hell am Himmel, und sie hatten einige Zeit, bis sie weiter mussten: sie k\u00fcssten sich innig.<\/p>\n<p>&#8222;Du hast nicht angeklopft&#8220; sagte er dann n\u00fcchtern. Sie k\u00fcsste ihn auf die Wange; ihre Augen waren ger\u00f6tet und von einem dunklen Kranz umgeben. Er schob sich aus dem Bett und st\u00fctzte sich dabei, so gut es ging, auf die Kr\u00fccken. Sie wollte aufstehen, um ihm zu helfen, aber er deutete ihr, sitzen zu bleiben. Einige Schritte bew\u00e4ltigte er mit tauben Beinen, dann knarrte eine der Kr\u00fccken seltsam blechern. Er schlug auf den Boden, ohne eine Ton von sich zu geben, und blieb auf der Schulter liegen: \u00fcber sich er konnte die dampfende Kaffeetasse auf dem Tisch sehen. Seine Frau schrie auf, und eine T\u00fcr wurde ge\u00f6ffnet. Man hob ihn zur\u00fcck ins Bett.<br \/>\nDie Rosen rochen nicht mehr; Er trank einen Schluck kalten Tee, den ihm seine Frau anreichte. &#8222;Was w\u00e4re denn anders, was w\u00e4re besser, wenn wir uns nicht kennengelernt h\u00e4tten?&#8220;fragte sie so, als ob sie eine Gegenfrage stellen w\u00fcrde, ihre Stimme klang tr\u00e4nenerstickt; &#8222;Bald wird es so sein als ob.&#8220; antwortete er k\u00fchl. Sie weinte. Er drehte sich zur anderen Seite des Bettes und starrte in den grauen Himmel. Als sie schlie\u00dflich ging, kam der Arzt und fragte nach seinem Befinden. Er antwortete nicht, und der Arzt redete einige Minuten auf ihn ein.<\/p>\n<p>&#8222;Mit Phase Drei beginnen die v\u00f6llig unverstandenen Symptome des Bridge-Syndroms. W\u00e4hrend der Verlust der Kurzzeitged\u00e4chtnisses nicht weiter fortschreitet, bilden sich schwere St\u00f6rungen der Erinnerungskoordination aus, wie Bridge es nennt. Anfangs sind es kleine Episoden, die der Patient sozusagen verschiebt, also die zeitliche Reihenfolge ver\u00e4ndert. Ein Patient von Bridge etwa glaubte, erst nach dem Mittagessen gefr\u00fchst\u00fcckt zu haben, und beschwerte sich daraufhin beim Klinikpersonal. Diese Art der Vermengung von Erinnerungsepisoden nimmt stetig zu. Anfangs scheint ein psychologischer Mechanismus noch zu bewirken, dass die Patienten anstatt der eigentlichen Geschehnisse eine andere, zusammenh\u00e4ngende Geschichte erz\u00e4hlen, aber dieser Effekt verliert sich mehr und mehr, je st\u00e4rker die Fehlordnung wird. Um ein Bild zu gebrauchen, erz\u00e4hlen die Patienten am Anfang der Phase Drei noch stimmige Geschichten, auch wenn sie falsch sind: Es ist ihnen auch wichtig, dass sie stimmig sind und als wahr akzeptiert werden. Im sp\u00e4teren Verlauf dagegen nimmt diese Neigung ab. Erinnerungen werden kaum noch verkn\u00fcpft, Ereignisse folgen v\u00f6llig unzusammenh\u00e4ngend aufeinander, Orte, Zeiten und Personen werden unabl\u00e4ssig ausgetauscht. &#8220;<\/p>\n<p>Er setzte sich einen Kaffee auf und sah in etwas, dass er f\u00fcr einen Spiegel hielt; heute war ein guter Tag zum Wandern. Dann nahm er einige Kleidungsst\u00fccke aus dem Schrank und stopfte sie in den Rucksack. Drau\u00dfen wartete sie bereits: Die Rose schien sie sehr zu freuen. Er hatte geplant, sie ihr erst auf dem Gipfel zu geben, es aber dann verworfen. Sie umarmte ihn lang, dann machten sie sich gemeinsam auf den Weg in die Klinik.<\/p>\n<p>&#8222;Die Patienten scheinen dies nicht mehr bemerken oder korrigieren zu wollen. Damit zusammenh\u00e4ngend entwickelt sich ein weiteres Symptom, welches wir nicht einmal im Ansatz begreifen: die Patienten verlieren sich, um es wenig technisch auszudr\u00fccken. Es scheint so, als w\u00fcrden sie sich immer mehr zur\u00fcckziehen. Neben den schw\u00e4cher werdenden Reizreaktionen bilden sie auch eine Parese aus. Sie bewegen sich kaum; auf Ansprache reagieren sie nur selten, und wenn, dann nur einsilbig und teilweise geistig klar, teilweise deutlich verwirrt. Im \u00dcbergang zu Phase Vier reden sie manchmal, auch ohne jede Veranlassung, pl\u00f6tzlich los und erz\u00e4hlen von sich selbst oder ihrem Leben, stets aber jedoch in der dritten Person, so als ob sie \u00fcber jemanden anders berichten w\u00fcrden. Auch hier zeigen sich die charakteristischen Episodenverschiebungen. In einigen F\u00e4llen wurde festgestellt, dass die Patienten zwar noch auf Fragen antworten konnten, so wussten sie etwa noch, in welchem Krankenhaus sie waren, aber Fragen nach ihrer Person schienen sie \u00fcberhaupt nicht mehr zu verstehen, sie reagierten verwirrt bis gereizt.&#8220;<\/p>\n<p>Er hatte dem Arzt zugeh\u00f6rt, dabei aber ein P\u00e4rchen beobachtet, welches sich scheinbar unabl\u00e4ssig vor dem Fenster des Besprechungsraums k\u00fcsste. Sie schienen ihn nicht zu bemerken: ein anderer Mann, der schon eine Weile neben ihm sa\u00df, schien eine Frage zu haben.<br \/>\n&#8222;Wie wird es enden? Was wird mit mir geschehen?&#8220; Einen Moment lang dachte er an das Schicksal des Mannes, der so aufgel\u00f6st klang, dann dachte er an das P\u00e4rchen vor dem Fenster.<\/p>\n<p>&#8222;Phase Vier endet mit dem Tod; die neurologischen Befunde, die bisher erbracht wurden, zeigen eine fortgesetzte Zerst\u00f6rung wesentlicher Hirnbereiche, die bisher immer zum Tod f\u00fchrte. Wie ich gerade schon sagte, ich kann ihnen auch kaum Hoffnungen machen. Der Verlauf nach Bridge besagt, dass die Reaktionen auf \u00e4u\u00dfere Einfl\u00fcsse immer weiter abnehmen, gleichzeitig scheinen die anderen Symptome in ihrer Auspr\u00e4gung erhalten zu bleiben, soweit man das sagen kann. Es m\u00fcndet schlie\u00dflich in eine Art Wachkoma, in dem die Patienten f\u00fcr wenige Monate verbleiben, bis sie schlie\u00dflich sterben. Es scheint so zu sein, als ob sich das Gehirn in Abwesenheit \u00e4u\u00dferer Reize teilweise regeneriert, was die Zerst\u00f6rung des Hirngewebes verlangsamt.&#8220;<\/p>\n<p>Er sa\u00df in einem Bus der Linie 8 und starrte aus dem Fenster: in der Hand hielt er eine Visitenkarte mit einer Adresse darauf, die er unabl\u00e4ssig zwischen den Fingern drehte. Neben ihm unterhielten sich andere Fahrg\u00e4ste.<\/p>\n<p>&#8222;Aber was bedeutet das? Wie wird es am Ende sein?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Das k\u00f6nnen wir nicht wissen, eben weil noch nie ein Patient aus diesem Zustand erwacht ist. Man kann nur Vermutungen anstellen; Bridge hat festgestellt, dass die komat\u00f6sen Patienten f\u00fcr lange Zeit noch rege Hirnaktivit\u00e4t aufweisen, auch wenn sie der in Phase Drei gemessenen gleichkommt. Man kann nur spekulieren; sicher ist, dass sie keine Schmerzen mehr haben. Die Besch\u00e4ftigung der sp\u00e4ten Phase Drei-Patienten mit Erinnerungen deutet daraufhin, dass auch im Wachkoma immer wieder Erinnerungen hin- und hergeschoben, neu verkn\u00fcpft und anders erlebt werden. Was davon bewusst erlebt wird, ist eine andere Frage; die Patienten ziehen sich, wie ich schon erw\u00e4hnte, von sich selbst als Subjekt immer st\u00e4rker zur\u00fcck. Sie sprechen von sichn ur noch, als w\u00fcrden sie \u00fcber Dritte sprechen; manchmal erz\u00e4hlen sie ganze Episoden oder Verkn\u00fcpfungen aus diesen, als w\u00e4ren es Kurzgeschichten, die einem fiktiven Protagonisten geschehen sind. Vielleicht ist es so, Bridge vermutet es jedenfalls; vielleicht bleibt von den Patienten noch ein Rest, so etwas wie ein Beobachter oder ein Leser, der auf das verworren und unverst\u00e4ndlich gewordene Leben und Erleben eines Dritten starrt.&#8220;<\/p>\n<p><em>edit: Das ist wohl die Folge, wenn man so sp\u00e4t noch schreibt: zehn Fehler habe ich gerade korrigiert, der eine oder andere k\u00f6nnte aber noch da sein.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bus der Linie 8 hielt um 15:03 Uhr am Klinikum. Zweimal schon hatte er auf die Notiz in seinem Mantel sehen m\u00fcssen, um sich wieder daran zu erinnern: best\u00e4ndig hielt er eine Karte des Arztes zwischen den Fingern, um die Zimmernummer nicht zu vergessen. 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